Regionen

Was bringt eine Ferienwohnung im Lungau?

Redaktion vermietung-plus.com · · 7 Min. Lesezeit

Ertragsmodell: Gebuchte Nächte mal Preis pro Nacht minus Kosten; Lage im Lungau, Saison und Ausstattung beeinflussen das Ergebnis.

„Was verdient man eigentlich mit einer Ferienwohnung im Lungau?“ Diese Frage hören wir häufig, von Eigentümern, die eine Wohnung geerbt haben, von Zweitwohnungsbesitzern, die über eine Vermietung nachdenken, und von Investoren, die eine Ferienimmobilie in Tamsweg, Mariapfarr oder Mauterndorf prüfen.

Eine seriöse Antwort gibt es nicht in Form einer einzelnen Zahl. Der Lungau ist eine Region mit sehr unterschiedlichen Lagen, Wohnungsgrößen und Gästegruppen, und der tatsächliche Ertrag einer Ferienwohnung hängt von mehreren Faktoren ab, die sich gegenseitig beeinflussen.

In diesem Beitrag zeigen wir, worauf es ankommt, wenn Sie den Ertrag Ihrer Ferienwohnung realistisch einschätzen möchten, und welche Stellschrauben Sie als Eigentümer tatsächlich in der Hand haben.

Warum es keine pauschale Antwort gibt

Der Lungau ist touristisch sehr vielschichtig. Eine Wohnung in Mauterndorf mit Nähe zum Skigebiet Fanningberg wird anders nachgefragt als ein Apartment in Tamsweg, das eher von Wanderern, Radfahrern und Durchreisenden gebucht wird. Auch St. Michael und Mariapfarr haben jeweils eigene Gästegruppen und Saisonmuster.

Wer online nach Rendite-Rechnern oder fixen Prozentzahlen sucht, wird deshalb selten etwas Seriöses finden, das wirklich zur eigenen Wohnung passt. Seriöse Beratung beginnt mit der konkreten Wohnung, nicht mit einer allgemeinen Marktzahl.

Wir verzichten an dieser Stelle bewusst auf konkrete Ertrags- oder Renditeversprechen. Jede Wohnung, jede Lage und jede Zielgruppe ist anders, und seriöse Prognosen entstehen erst im persönlichen Gespräch anhand der tatsächlichen Gegebenheiten.

Die Lage als erster Einflussfaktor

Die Lage einer Ferienwohnung beeinflusst, welche Gäste sie überhaupt finden und buchen. Eine Wohnung in unmittelbarer Nähe zu einer Seilbahn oder einem Ortskern hat andere Voraussetzungen als eine Wohnung in ruhiger, etwas abgelegener Lage.

Beispiele aus der Region

  • Mauterndorf und Umgebung: Nähe zum Skigebiet, starke Winterorientierung
  • Tamsweg: zentraler Ort mit Infrastruktur, interessant für Durchreisende und Ganzjahresgäste
  • Mariapfarr: bekannt für Sonnentage, beliebt bei Familien und Wanderern
  • St. Michael: gute Anbindung, Mischung aus Ausflugs- und Übernachtungsgästen

Keine dieser Lagen ist grundsätzlich „besser“. Entscheidend ist, dass Vermarktung und Preisstrategie zur jeweiligen Lage passen.

Der Saisonverlauf im Lungau

Der Lungau lebt von zwei Hauptsaisonen: dem Winter mit Skigebieten wie Obertauern und Katschberg in erreichbarer Nähe, sowie dem Sommer mit Wandern, Radfahren und Naturtourismus. Dazwischen liegen ruhigere Monate, in denen die Nachfrage spürbar zurückgeht.

Für Eigentümer bedeutet das: Eine Ferienwohnung erzielt im Jahresverlauf keine gleichmäßigen Buchungszahlen. Wer das von Beginn an einplant, trifft realistischere Entscheidungen, etwa bei der Preisgestaltung oder bei der Frage, wie viel Flexibilität man sich für Eigennutzung einräumen möchte.

Eine vorausschauende Planung berücksichtigt auch Nebensaisonen bewusst, etwa durch gezielte Ansprache von Gästegruppen, die zu dieser Zeit im Lungau unterwegs sind, wie Wanderer, Mountainbiker oder Kurzurlauber aus dem benachbarten Salzburger Land.

Ausstattung und Zustand der Wohnung

Gäste vergleichen heute sehr genau, bevor sie buchen. Eine gepflegte, zeitgemäß eingerichtete Wohnung mit funktionierender Technik, guter Küche und durchdachtem Grundriss wird in der Wahrnehmung anders bewertet als eine Wohnung mit veralteter Einrichtung.

Worauf Gäste besonders achten

  • Stabiles WLAN und funktionierende Technik
  • Saubere, moderne Fotos in der Anzeige
  • Praktische Details wie Spülmaschine, Waschmaschine oder Parkplatz
  • Ein stimmiges Gesamtbild statt einzelner Highlights

Nicht jede Wohnung braucht eine aufwendige Renovierung. Oft reichen gezielte Verbesserungen, um die Wohnung attraktiver zu positionieren, ohne dass gleich größere Investitionen notwendig werden.

Bewertungen als langfristiger Faktor

Bewertungen auf Plattformen wie Airbnb oder Booking.com wirken sich direkt darauf aus, wie sichtbar und vertrauenswürdig eine Ferienwohnung für neue Gäste erscheint. Sie entstehen nicht zufällig, sondern über die Summe vieler kleiner Details im Gästeerlebnis.

Dazu gehören eine klare, freundliche Kommunikation vor und während des Aufenthalts, ein reibungsloser Check-in und Check-out sowie ehrliche, realistische Beschreibungen in der Anzeige, damit die Erwartungen der Gäste zur tatsächlichen Wohnung passen.

Eine durchdachte Gästekommunikation, die Fragen zügig beantwortet und wichtige Informationen rechtzeitig weitergibt, trägt spürbar dazu bei, dass Aufenthalte positiv in Erinnerung bleiben.

Preisstrategie statt Festpreis

Viele Eigentümer setzen einen festen Preis für ihre Ferienwohnung und ändern ihn selten. Das führt dazu, dass in stark nachgefragten Zeiten Potenzial liegen bleibt, während in schwächeren Zeiten der Preis für die tatsächliche Nachfrage zu hoch ist.

Eine dynamische Preisstrategie passt die Preise regelmäßig an Nachfrage, Saison, Wochentag und Vorlaufzeit der Buchung an. So reagiert die Wohnung auf Veränderungen im Markt, statt starr an einem einmal festgelegten Preis festzuhalten.

Wichtig ist dabei ein realistischer Blick auf die eigene Wohnung und die unmittelbare Konkurrenz in der Region, etwa in Tamsweg, Mariapfarr oder St. Michael, statt sich an überregionalen Durchschnittswerten zu orientieren, die mit der eigenen Situation wenig zu tun haben.

Was professionelle Verwaltung dabei leisten kann

Viele der genannten Faktoren lassen sich mit etwas Zeit und Erfahrung selbst umsetzen. In der Praxis zeigt sich aber, dass die laufende Betreuung – Inserate aktuell halten, Preise regelmäßig anpassen, Anfragen rasch beantworten – zeitintensiv ist und kontinuierliche Aufmerksamkeit braucht.

Vermietung Plus übernimmt für Eigentümer im Lungau genau diesen digitalen Teil der Vermietung: die Erstellung und Pflege der Inserate, die laufende Preisanpassung, die Kommunikation mit den Gästen, die Kalenderverwaltung sowie die Koordination von Check-in und Check-out.

Dazu kommen administrative Aufgaben, die oft unterschätzt werden, etwa die Gästemeldung und die Abwicklung der Ortstaxe, eine übersichtliche Zahlungsübersicht sowie die aktive Betreuung von Bewertungen nach dem Aufenthalt.

Dieses Zusammenspiel aus guter Vermarktung, durchdachter Preisgestaltung und zuverlässiger Kommunikation ist der Bereich, in dem sich der langfristige Erfolg einer Ferienwohnung tatsächlich entscheidet – unabhängig von einzelnen Monaten oder kurzfristigen Schwankungen.

Typische Fehler bei der Einschätzung des Ertrags

Ein häufiger Fehler ist, den Ertrag der eigenen Ferienwohnung anhand von Zahlen einzuschätzen, die irgendwo im Internet für „den Lungau“ oder „Ferienwohnungen in Österreich“ kursieren. Solche Durchschnittswerte sagen wenig über die konkrete Wohnung aus, denn sie verschleiern die großen Unterschiede zwischen einzelnen Lagen und Objekten.

Ein weiterer Fehler ist, die Auslastung ausschließlich auf die Hauptsaison zu beziehen und Nebensaisonen gedanklich auszublenden. Wer von Beginn an mit schwankender Nachfrage plant, trifft realistischere Entscheidungen bei Einrichtung, Preisgestaltung und Eigennutzung.

Häufige Denkfehler im Überblick

  • Sich an pauschalen Online-Zahlen statt an der eigenen Wohnung orientieren
  • Nebensaisonen bei der Planung ignorieren
  • Preise einmal festlegen und danach nicht mehr anpassen
  • Bewertungen und Gästekommunikation als Nebensache behandeln

Wer diese Fehler vermeidet und die eigene Wohnung ehrlich und differenziert betrachtet, trifft Entscheidungen, die tatsächlich zur Situation vor Ort passen, statt sich an Zahlen zu orientieren, die mit der eigenen Immobilie wenig zu tun haben.

Eigennutzung und Vermietung sinnvoll kombinieren

Viele Eigentümer im Lungau möchten ihre Ferienwohnung nicht ausschließlich vermieten, sondern auch selbst nutzen, etwa für Winterurlaube in der Nähe von Obertauern oder für ruhige Wochenenden in Mariapfarr oder Tamsweg. Das ist grundsätzlich kein Widerspruch zu einer erfolgreichen Vermietung, erfordert aber eine klare Abstimmung im Kalender.

Wichtig ist, Eigennutzungszeiten frühzeitig festzulegen und möglichst nicht in die stark nachgefragten Zeiträume zu legen, wenn die Vermietung im Vordergrund stehen soll. Eine durchdachte Kalenderpflege sorgt dafür, dass keine doppelten Buchungen entstehen und Gäste verlässlich informiert werden.

Eine klare Abstimmung zwischen Eigennutzung und Vermietungszeiten erleichtert zudem die Planung der Preisstrategie, da sich freie Zeiträume gezielter und mit mehr Vorlauf vermarkten lassen.

Häufige Fragen

Kostenlose Umsatzanalyse

Sie möchten wissen, wie sich Ihre Ferienwohnung im Lungau besser positionieren lässt? In einem unverbindlichen Gespräch schauen wir uns Ihre Wohnung, die Lage und die aktuelle Vermarktung gemeinsam an.

Teilen:LinkedInFacebookE-Mail

Redaktion vermietung-plus.com

Wir betreuen Ferienwohnungen digital – aus Mauterndorf für Vermieter im Lungau, in Kärnten und der Steiermark. Unsere Artikel entstehen aus der täglichen Praxis mit Inseraten, Preisen und Gästen.

Mehr über uns

Das könnte Sie auch interessieren

Anrufen